Frauenhilfe JBH
Frauenhilfe Johannes-Busch-Haus : Seit 40 Jahren aktiv
Mit allen Fasern des Seins Gott loben
„Kann man Frauenhilfe besser beschreiben?“ fragte Pfarrerin
Dagmar Schröder. In der Feierstunde zum 40-jährigen Bestehen der
Frauenhilfe II im Johannes-Busch-Haus hatte sie Psalm 103 in einer
modernen Übertragung gelesen: „Ich lobe dich, Gott, mit allen Fasern
meines Seins“.
„Wie Frauenhilfsfrauen aufeinander achten, das sucht seinesgleichen
in Gemeinde und Gesellschaft“, hob sie in der Andacht hervor. Das Leben
miteinander zu teilen und sich dem Nächsten zuzuwenden – so gestalte
sich Nachfolge Jesu. Wie das in 40 Jahren geschah, schilderte zuvor
Helga Baldauf. Sie hatte vor 10 Jahren von Elisabeth Bastert die Leitung
der auf Initiative von Ursula Bornemann und Annemarie Buckenauer
gegründeten Gruppe übernommen. Die Frauenhilfe engagiert sich – seit
1991 sogar ohne Sommerpause – in Gemeinde und Nachbarschaft, trug den
Gemeindebrief aus, sammelt für die Diakonie, häkelte zur Einweihung des
Matthias-Claudius-Heims 1978 für jedes Zimmer eine große Decke und
strickt heute „Glocken-Socken“ zur Anschaffung der Glocken für das
Gemeindezentrum. Pfarrerin Schröder erinnerte an die Anfänge der
Frauenhilfe, als noch für Frontsoldaten wärmende Fußkleidung gearbeitet
wurde: „Ich bin froh, dass die Socken heute friedlicheren Zwecken, ja
sogar dem Ausrufen des Evangeliums dienen.“
Seit 1971 ist die Verbindung zu den behinderten Frauen in
Groß-Bethel für beide Seiten eine Bereicherung. Fäden laufen von
Steinhagen auch bis nach Afrika. Die Frauenarbeit in Pfarrer Tettehs
Gemeinde in Ghana liegt den Steinhagener Damen ganz nahe und wird nach
Kräften über Heidrun Peters unterstützt.
Mit launigen Worten ließ auch Ruth Milde 40 Jahre Frauenhilfe aus
ihrer Sicht wieder aufleben. Sie hatte viele Lacher auf ihrer Seite, als
sie beispielsweise von Pastor Struwe im Tretboot berichtete und der
erstaunlichen Auswirkung der Heirat auf seine Haltung gegenüber der
Frauenhilfe, Pfarrer Wolfgang Bastert als perfekten Reiseführer
schilderte und den Anbruch einer salopperen Zeit feststellte, die mit
„Herrn“ statt „Pastor“ Schiwy folgte. Mit einem gemeinsamen Essen wurde
die Feier fortgesetzt, denn, so Pfarrerin Schröder: „In der Frauenhilfe
weiß man: nicht nur geistliche Nahrung und gute Gemeinschaft, auch Essen
und Trinken halten Leib und Seele zusammen.

