Nachrichten aus unserer Gemeinde

Waldfriedhof – Ort der Ruhe und Besinnung

Als in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts der bisherige Friedhof, jetzt Alter Friedhof, nicht mehr ausreichend Platz für künftige Bestattungen bot, wurden Überlegungen zum Standort eines weiteren Friedhofes gemacht.

Das Ergebnis dieser Suche kennen die Bewohner Steinhagens seit dem Jahr 1958: Den Waldfriedhof am Rande des Ortes in der Patthorst.

Diesen Standort haben die damals handelnden Personen bewusst festgelegt, da mit dem Rahmen „Wald“ und „Friedhof“ viele Eindrücke zu verbinden waren, die zum Thema Tod und Leben gehören.

Der Wald ist ein zentraler Lebensraum in unsrer Umwelt, der für wichtigen Aus- gleich, ob Mensch, ob Tier, sorgt. Er hat so einen durchaus wichtigen Nutzen für alle Beteiligten und bietet vielen Lebewesen eine Schutzfunktion.

Uns Menschen dient er heute insbesondere auch als Erholung und Ausgleich für das eingespannte Alltagsleben.

Wir fühlen uns dem Kreislauf des Lebens hier näher und können das Werden und Vergehen in den Jahreszeiten erleben.

Zu diesem Kreislauf des Lebens gehört im Wald auch das Wachsen und Sterben der Bäume. So haben in dem damals jungen Wald über die jetzt 62 Jahre hinweg viele Bäume ein stattliches Alter und Größe erreicht, die wir gerne wahrnehmen und mit Staunen betrachten. Durch Stürme, Sicherungsmaßnahmen, oder in der letzten Zeit den trockenen Jahren, haben viele Bäume es nicht bis ins neue Jahrzehnt geschafft. Den wirklich schönen Charakter unseres Waldfriedhofes wollen wir jedoch nicht verlieren. Deshalb werden durch Neuanpflanzungen junger Bäume (ca. 350 Kiefern, Birken und Buchen) die natürlichen Verjüngungsprozesse eines Waldes unterstützt.

Hier sind wir auf Ihr Verständnis angewiesen. Helfen Sie mit, diese Bäume groß werden zu lassen. Gerne dürfen Sie diese im Sommer mit einer Kanne Wasser versorgen!

Nur so kann unser „Waldfriedhof“ eine weitere wichtige Funktion übernehmen: Er gibt uns einen würdevollen Ort, um unseren Verstorbenen nahe zu sein und die Trauer hier leben zu können.

  

Klaus Redecker